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global cross pollination

Kosmix: Die Nadel finden und den Heuhaufen erforschen

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Letzten Sommer hat Google eine Milliarde indizierter Seiten erreicht, aber es ist unvorstellbar was es noch Unbekanntes im Web gibt, ohne dass Suchmaschinen bisher darauf gestossen sind. Unter dem www existiert daher noch das Deep Web, der unbekannte und unendliche Part des Internet. Kosmix versucht unter die Spitze des Eisberges vorzudringen.


Es handelt sich dabei um ein neues Modell der Online-Suche, entwickelt von zwei indianischen Programmierern, Venky Harinarayan und Anand Rajaraman: Es ist eigentlich auch keine wahre Suchmaschine sondern ein „Suchaggregator“. Kosmix bietet zum Beispiel nicht nur die herkömmlichen Suchergebnisse zu einem odere mehreren Keywörtern sondern zeigt, gesammelt auf einer Seite, alle Ergebnisse zum entsprechenden Argument an. Aufgeteilt nach Suchergebnissen in Google, Risultate aus den Social Media Network Videos (Truveo und Youtube) sowie Fotos (Google Bildsuche und Flickr).

In einem Interview in der New York Times, Anand Rajaraman meint, dass „der Grossteil der Suchmaschinen uns dabei hilft, die Nadel im Heuhaufen zu finden, während wir jedoch den gesamten Heuhaufen erforschen möchten“: Kosmix, ein Start-Up in den auch Jeff Bezos von Amazon investiert hat, versucht dort hinzukommen wo andere Crawler oder Spider es nicht mehr schaffen. Es wird dazu eine Software verwendet, die auch in Datenbanken sucht und damit Informationen aus verschiedenen Quellen erreicht.

Eine einfache aber geniale Idee, die die „banale“ Suche dahingehend verändert, als die Ergebnisse in Mini-Portal-Format ausgegeben werden. Die Ergebnisseite kann sogar vom User nach eigenem Bedarf verändert werden. Es reicht dafür auf „Edit this page“ zu klicken.

Die ideale Suchmaschine der Zukunft wird jene sein, die Antworten auf Fragen wie z. B. „wo bekomme ich das billigste Flugticket nach Paris, aber ich will in Orly landen“ liefert. Die nächste Hürde zu überwinden wird das semantische Web sein.

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